Nida-Rümelin begrüßt Bundesstiftung "Jüdisches Museum Berlin"

Kultur

Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) hat die bevorstehende Errichtung der Bundesstiftung "Jüdisches Museum Berlin" begrüßt. Der Deutsche Bundestag hatte am Donnerstag den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Umwandlung des Jüdischen Museums Berlin von einer öffentlich-rechtlichen Stiftung des Landes Berlin in eine Bundesstiftung beschlossen. Damit unterstreiche das Parlament "die singuläre Bedeutung des Jüdischen Museums Berlin", sagte Nida-Rümelin.

Die geplante Dauerausstellung sei in ihrem inhaltlichen Zuschnitt, ihrer Themenbreite, dem behandelten Zeitraum und in ihren Präsentationsformen "ohne Vorläufer in der deutschen Museumsgeschichte", sagte Nida-Rümelin. Dies sei "der Versuch, deutsch-jüdische Geschichte und Geschichten von den Anfängen in der Römerzeit bis in die Gegenwart hinein in ihrer Vielfältigkeit zu erforschen und zu präsentieren. Eine solch lebendige, emotional eindringliche Darstellung deutsch-jüdischer Geschichte hat auch eine wichtige aufklärerische Intention - es geht nicht zuletzt um Respekt und Anerkennung von Minderheiten und ihren kulturellen Traditionen."

Unter der Leitung des amerikanischen Wirtschaftsprofessors, Managers und früheren Finanzministers der Carter-Regierung, W. Michael Blumenthal, war in den vergangenen zwei Jahren das Konzept des Jüdischen Museums Berlin erarbeitet worden. Neben der Dauerausstellung werden ein Informationszentrum, eine Bibliothek, ein Foto- und Dokumentationsarchiv - unter anderem das des New Yorker Leo-Baeck-Instituts - und ein internationales Bildungs- und Forschungszentrum ab 9. September zum Besuch einladen.