Viele Autokäufe wegen hoher Benzinpreise in Deutschland aufgeschoben

Automarkt

Wegen der hohen Kraftstoffpreise verschiebt fast jeder vierte Autofahrer den Kauf eines neuen Wagens. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts forsa, die der Verband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes in Auftrag gab und am Donnerstag in Hannover veröffentlichte. Von rund 1.000 im Mai befragten Fahrern gaben 72 Prozent an, dass die hohen Benzin- und Dieselpreise ihr Kauf- und Fahrverhalten beeinflussen. 67 Prozent von ihnen fahren deswegen weniger.

Der Verbrauch ist demnach auch das wichtigste Kriterium für den Autokauf. 82 Prozent der Befragten nannten den Verbrauch als wichtigste Eigenschaft eines Autos. Die Sicherheitsausstattung ist noch für 78 Prozent der Autofahrer entscheidend, der Preis spielt für 76 Prozent eine Rolle, und die Automarke ist nur 40 Prozent der Befragten wichtig.

In diesem oder dem kommenden Jahr wollen sich nur 21 Prozent der Deutschen ein anderes Auto anschaffen. Von ihnen planen 35 Prozent den Kauf eines Neuwagens, 57 Prozent wollen ein gebrauchtes Fahrzeug erwerben, die anderen haben sich noch nicht entschieden. Dabei ist die Neigung zum Neuwagen in Westdeutschland (36 Prozent) deutlich größer als in Ostdeutschland (26 Prozent).