Bergbau soll Erdbeben im saarländisch-französischen Grenzgebiet ausgelöst haben

Ein Bergmann tot

Im saarländisch-französischen Grenzgebiet hat am Donnerstagabend die Erde gebebt. Beim Einsturz eines Stollens in der französischen Grube Merlebach starb ein Mensch, neun weitere wurden nach Polizeiangaben verletzt. Bei allen Opfern handelt es sich vermutlich um französische Bergleute. Ersten Erkenntnissen zufolge ist das Erdbeben der Stärke 3,8 auf der Richterskala auf den Bergbau in der Region zurückzuführen.

Das Beben war nach Himberts Worten im westlichen Saarland zwischen Saarbrücken und der französischen Grenze "deutlich zu spüren". Personen- oder Sachschäden von deutscher Seite seien aber nicht gemeldet worden. Er rechnete nicht damit, dass im Laufe des Tages noch Schäden bekannt werden könnten.

In dem französischen Stollen arbeiteten den Angaben zufolge 35 Personen unter Tage, als der Stollen einstürzte. Die meisten Bergleute konnten sich selbst in Sicherheit bringen. Von den zehn Opfern seien zwei verschüttet, die übrigen von umherfliegenden Gesteinsbrocken getroffen worden. Die Bergungsarbeiten dauerten bis 06.00 Uhr am Freitagmorgen.