Muslimische Lehrerin in Berufungsverhandlung

"Kopftuchstreit"

Der so genannte "Kopftuchstreit" um die Einstellung der muslimischen Lehrerin Ludin geht heute in eine neue Runde. Beim Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim steht die Berufungsverhandlung auf der Tagesordnung. Ludin besteht darauf, aus religiösen Gründen auch im Unterricht ein Kopftuch zu tragen. Die Schulverwaltung und die baden-württembergische Kultusministerin Schavan hatten deshalb eine Einstellung der Lehrerin mit afghanischer Herkunft abgelehnt.

Ludin hatte zunächst beim Verwaltungsgericht Stuttgart gegen die Entscheidung geklagt, war dort jedoch gescheitert. Die Richter hatten in ihrem Urteil betont, dass das Tragen eines Kopftuches aus religiösen Gründen gegen die beamtenrechtliche Neutralitätspflicht verstößt. Die Lehrerin für Deutsch, Englisch und Gemeinschaftskunde legte gegen dieses Urteil Berufung ein und will notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.