Neuer Castor-Transport nach Frankreich Anfang Juli

Atomkraftgegner

Nach Informationen des französischen Anti-Atom-Netzwerks "Réseau Sortir du Nucléaire" wird am 4. Juli erneut ein Transport abgebrannter Brennelemente nach Frankreich rollen. Der Atommüll aus Stade und Brunsbüttel solle am Abend die deutsch-französische Grenze überqueren. Verschiedene Anti-Atom-Gruppen haben Proteste angekündigt. Sie verweisen darauf, dass es weiterhin keine Entsorgung für den über Millionen Jahre strahlenden Abfall gibt.

Seit dem ersten Rücktransport von Atommüll aus dem französischen La Hague ins Zwischenlager Gorleben nach dem Ende des 1998 von der damaligen Umweltministerin Angela Merkel (CDU) verhängten Transportstopps können auch die Atomzüge in die Gegenrichtung wieder rollen. Seither rollt etwa alle zwei Wochen ein neuer Transport ins Ausland, obwohl dem Bundesumweltministerium bekannt ist, dass die Wiederaufarbeitung zu massiven Verseuchungen der Umwelt führt.

Nach Ansicht von AtomkraftgegnerInnen war die öffentlich als Frage "nationaler Verantwortung" gegenüber Frankreich bezeichnete Rücknahme der ersten Ladung Atommüll nur ein Türöffner für die weiteren Transporte. Schließlich würden bis 2005 insgesamt 168 Castoren aus dem Ausland zurück erwartet, in der gleichen Zeit sollen aber bis zu 500 Transporte in die Wiederaufarbeitung gehen, wo ihr Volumen vervielfacht wird.