1.200 Tiere werden wegen Schweinepest in Niedersachsen getötet

Tierseuche

Erstmals seit zwei Jahren ist in Niedersachsen wieder die hochansteckende Schweinepest ausgebrochen. Von der für Tiere tödlichen, für Menschen aber ungefährlichen Seuche sei ein Hof im Landkreis Soltau-Fallingbostel betroffen, teilte der niedersächsische Landwirtschaftsminister Uwe Bartels (SPD) am Donnerstag in Hannover mit. Am Mittwoch waren Tiere eines Ferkelerzeugerbetriebes mit 170 Zuchtsauen und 600 Ferkeln an Schweinepest erkrankt.

Zur Seuchenbekämpfung sollten sie am Donnerstag zusammen mit Tieren aus einem benachbarten Hof getötet werden. Insgesamt knapp 1.200 Schweine sind davon betroffen. Nach dem Seuchenausbruch wurden im Umkreis von einem Kilometer 13 Betriebe mit rund 5.000 Schweinen gesperrt. Inzwischen wurde das Sperrgebiet auf drei Kilometer erweitert und ein zehn Kilometer großes Beobachtungsgebieteingerichtet.

Sorge bereiten den Veterinären unterdessen jüngste Ferkellieferungen aus dem betroffenen Betrieb in Nachbarbestände sowie in zwei Mastbetriebe im Landkreis Rotenburg (Wümme) und in einen Mastbetrieb im Landkreis Celle. Die Tiere könnten die Seuche in sich tragen, die in der Regel nach drei Wochen ausbricht. Die Schweine dieser Höfe werden derzeit untersucht. Mit Ergebnissen wird Anfang nächster Woche gerechnet.

Derzeit ist noch unklar, wie sich die Schweine mit der Seuche infizieren konnten. Möglicherweise handle es sich wie beim letzten Schweinepestfall in Niedersachsen im Juni 1999 in Reckum im Landkreis Oldenburg erneut um den Wildschweinepest-Typ "Uelzen 1", hieß es aus dem Landwirtschaftsministerium. Die Ergebnisse der Untersuchungen durch Virologen stehen aber noch aus.