Bodewig will Lkw-Leerfahrten durch hohe Maut verhindern

Bodewig

Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig (SPD) will ab 2003 Lkw-Leerfahrten auf deutschen Straßen durch eine Maut einschränken. Etwa 30 Prozent der Lastwagen, die unterwegs seien, hätten keine Ladung an Bord, sagte Bodewig am Sonntag im "Frankfurter Gespräch" des Hessischen Rundfunks. Eine für sie höhere Lkw-Maut könne daher eine ordnungspolitische Steuerungsfunktion haben.

Bodewig verwies darauf, dass der Güterverkehr in den nächsten 15 Jahren insgesamt um 64 Prozent gegenüber dem Volumen von 1997 ansteigen werde. Nach Auffassung des Ministers könne die Bahn davon nur ein Viertel abwickeln könne, auch wenn sie ihr Frachtaufkommen verdopple. Bodewig möchte dem Zuwachs des Lkw-Verkehrs mit dem Ausbau hochbelasteter Straßen und mit elektronisch gesteuerter Verkehrslenkung begegnen. Er hält es aber auch für notwendig, durch die geplante Lkw-Maut bestimmte Laster von der Straße zu holen. Dies gelte für "Stinker" mit hohen Abgaswerten als auch fürLeerfahrten.

Ein Gesetzesentwurf zur Lkw-Maut, die ab 2003 gewichts- und emissionsbezogen erhoben werden soll, werde noch vor der Sommerpause ins Kabinett kommen, fügte Bodewig hinzu. Wie hoch die Maut ausfalle, sei noch offen.