Verteidigungsminister beraten über Balkan-Einsatz

NATO

Die zweitägige Frühjahrstagung der NATO-Verteidigungsminister hat am Donnerstag in Brüssel begonnen. Es wird erwartet, dass sich das Bündnis angesichts der weiteren Beruhigung der Lage in Bosnien für eine Reduzierung der dort stationierten gut 20.000 Mann starken SFOR-Friedenstruppe, darunter 2.200 deutsche Soldaten, ausspricht. Im Gespräch ist der Abzug von etwa zehn Prozent der Soldaten. Besondere Aufmerksamkeit dürften auch die anhaltenden Auseinandersetzungen zwischen albanischen Extremisten und der mazedonischen Armee an der Grenze zum Kosovo erfahren.

Ein weiteres Thema wird die Zusammenarbeit von EU und NATO sein. Die Türkei sperrt sich bislang gegen den Plan, die NATO-Infrastruktur für Einsätze der geplanten 60.000 Mann starken EU-Eingreiftruppe zu nutzen. Nicht ausgeschlossen wurde im Vorfeld der Beratungen zudem, dass auch die amerikanischen Pläne für den Aufbau eines Raketenabwehrschirms erneut zur Sprache kommen.

Der zweite Tag der Beratungen ist dem NATO-Russland-Rat und dem Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat vorbehalten. Im Partnerschaftsrat sind neben den 19 NATO-Staaten jene 27 Länder vertreten sind, die dem NATO-Programm "Partnerschaft für den Frieden" (PfP) beigetreten sind.