Hannelore Kohl beging Selbstmord

Schwere Erkrankung

Hannelore Kohl ist tot. Die Ehefrau von Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) nahm sich in ihrer Wohnung in Ludwigshafen das Leben. Sie wurde dort am Donnerstagvormittag tot aufgefunden. Die 68-Jährige, die seit 1993 an einer schweren Lichtallergie litt, ging wegen ihres aussichtslosen Gesundheitszustandes in den Freitod. Das teilte sie ihrem Mann, ihren Söhnen sowie Freunden in Abschiedsbriefen mit. Der Alt-Kanzler wurde in Berlin von der Todesnachricht überrascht. Er reiste umgehend nach Ludwigshafen.

Die 68-Jährige litt seit sieben Jahren an einer schmerzhaften Lichtallergie, in deren Folge sie die vergangenen 15 Monate im Privathaus der Familie in Ludwigshafen ohne jedes Tageslicht hatte verbringen müssen. Auch hatte sie in jüngster Zeit immer stärkere Schmerzen und eine zunehmende körperliche Schwäche zu ertragen gehabt, teilte Kohls Büro in Berlin mit. Infolgedessen habe Frau Kohl starke Schmerzmittel einnehmen müssen. Jahrelange medizinische Bemühungen seien erfolglos geblieben.

Die 68-Jährige war wegen ihrer schweren Erkrankung in letzter Zeit kaum noch in der Öffentlichkeit zu sehen. So hatte sie auch jüngst an der Trauung ihres Sohnes Peter mit der Türkin Elif Sözen in Istanbul nicht teilgenommen.

Hannelore Kohls Tod löste große Bestürzung und Betroffenheit aus.

Hannelore Kohl wurde am 7. März 1933 als Tochter eines pfälzischen Oberingenieurs in Berlin geboren und wuchs bis Kriegsende in Leipzig auf. Die Dolmetscherin war seit 1960 mit Helmut Kohl verheiratet. Aus der Ehe gingen zwei Söhne hervor.