Zwischenfall in Atomkraftwerk

Gundremmingen

Im Block C des Atomkraftwerks Gundremmingen ist es am Dienstagnachmittag zu einer Störung gekommen. Aus einem gebrochenen Sicherheitsventil traten etwa 2.200 Kubikmeter Stickstoff aus, wie Kraftwerkssprecher Manfried Lasch am Mittwoch auf eine Anfrage der Nachrichtenagentur ddp sagte. 500 Arbeiter wurden zwischenzeitlich aus dem Kraftwerk evakuiert.

Block C war während der Störung abgeschaltet. Hier werden zurzeit 180 abgebrannte Brennelemente ausgetauscht.

Die Störung trat beim Test von sechs Stickstofftanks auf, die im Notfall die Kernreaktion unterbrechen sollen. Nach Angaben von Lasch geriet ein Behälter beim Betätigen der Ventile offenbar in Schwingungen. Dabei brach ein Ventil. Wegen des ausgeströmten Stickstoffs bestand Erstickungsgefahr. Deshalb mussten die Arbeiter das Gebäude verlassen. Niemand sei verletzt worden, sagte der Sprecher. Dass eine ähnliche Panne bei laufendem Betrieb des Kraftwerks passieren könne, schloss Lasch aus. Die Ventile würden im laufenden Betrieb nicht benötigt.