Umweltschützer demonstrieren für Verringerung der Treibhausgase

Klimaschutz

Zum Auftakt des Bonner Weltklimagipfels demonstrierten am Montag mehrere hundert Umweltschützer für eine effektive Verringerung der Treibhausgase. Sie forderten die Teilnehmer des Gipfels zur Ratifizierung des Kyoto-Abkommens auf, das eine Reduzierung des Kohlendioxids bis zum Jahr 2012 um 5,2 Prozent im Vergleich zum Niveau von 1990 vorsieht. Auf einer Protestkundgebung auf dem Bonner Münsterplatz sagte der Sprecher der internationalen Umweltorganisation "risingtide" (Gerechtigkeit im Klimaschutz), Hanno Raußendorf, die Menschheit sei auf dem besten Weg, ihre Lebensgrundlage und somit sich selbst zu zerstören.

Die Polizei berichtete von einem friedlichen Verlauf der Proteste. Es sei kein "Störpotenzial" erkennbar gewesen. Bei "risingtide" handelt es sich nach eigenen Angaben um ein "dezentrales außerparlamentarisches Netzwerk" aus etwa 30 Gruppen, die international organisiert seien.

Für die nächsten Tage haben mehrere andere Umweltschutzverbände Aktionen angekündigt. Auch die PDS will zu Beginn des offiziellen Teils der Klimakonferenz am Donnerstag mit rund 1.000 Teilnehmern demonstrieren. Darüber hinaus wollen die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, der Deutsche Bauernverband und der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Demonstrationen abhalten. 1.500 Demonstranten sind mit Hilfe der Stadt Bonn unter anderem in Schulen untergekommen.