Kartellamt will Vereinigung prüfen

Aral-BP-Fusion

Das Bundeskartellamt befürchtet durch die Fusion der Mineralölkonzerne Aral und BP eine Erhöhung der Benzinpreise und will den Zusammenschluss prüfen. Kartellamtspräsident Ulf Böge sagte der "Bild"-Zeitung vom Mittwoch: "Die Fusion ist noch nicht in trockenen Tüchern." Sie würde zu einer starken Konzentration unter den Anbietern führen. Dies dürfe nicht den Autofahrer treffen.

Unterdessen warnten mehrere Politiker vor höheren Benzinpreisen. Der Vorsitzende des Bundestags-Wirtschaftsausschusses, Matthias Wissmann (CDU), sagte der Zeitung, höhere Benzinpreise dürften nicht die Folge der geplanten Fusion sein. Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ditmar Staffelt, mahnte, das Geschäft dürfe nicht zu Lasten der Verbraucher gehen, indem zwei Unternehmen die Preise diktierten.

Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Rainer Brüderle warnte in der "Berliner Zeitung" am Mittwoch vor "Verdrängungsstrategien" zulasten der freien Tankstellen und Verbraucher. Weniger Wettbewerb führe mittelfristig immer zu höheren Preisen, betonte er.