Opel produziert möglicherweise nach 2004 auch in den USA

Automobilindustrie

Die Rüsselsheimer Adam Opel AG steht möglicherweise vor dem Eintritt in den US-Automobilmarkt. Wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" am Montag berichtete, prüfe die Konzernmutter General Motors derzeit, inwieweit sich das europäische Mittelklasse-Modell "Astra" von Opel auch für den US-Markt eignet. Entsprechende Überlegungen habe ein Sprecher der GM-Zentrale in Zürich gegenüber der Zeitung bestätigt.

Möglich wäre ein US-Auftritt des "Astra" nach dem Jahr 2004, wenn die nächste Generation des Fahrzeugs in Europa auf den Markt kommt, heißt es in dem Bericht. General Motors denke auch darüber nach, den Minivan-Ableger des Astra ("Zafira") in die USA zu bringen. "Das ist eine alte Forderung von uns", kommentierte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz den möglichen Verkaufsstart in den USA in dem Zeitungsbericht. Ein Verkauf in den USA würde für Entlastung in den deutschen Werken sorgen. Der Produktionsstart stehe derzeit noch nicht fest. Der "Astra" für die USA könnte auch in einem amerikanischen Werk montiert werden. Opel in Rüsselsheim würde die US-Variante in diesem Fall lediglich entwickeln. Der GM-Sprecher sagte dazu, die Überlegungen befänden sich erst in einem sehr frühen Stadium.

Zwischen 1996 und 2000 hatte das Rüsselsheimer Opel-Werk schon einmal für den US-amerikanischen Markt produziert. Die seinerzeit hergestellte Variante des Opel Omega lief etwa 100.000 Mal vom Band. Sie wurde jedoch in den USA nicht unter dem Namen "Opel", sondern "Cadillac" abgesetzt.