DGB fordert weltweites Minimum im Arbeitsrecht

Soziale Sicherung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert die weltweite Einführung von sozialen Mindeststandards. Als ersten Schritt hierzu müsse eine Arbeitsgruppe bei der nächsten Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO) im November in Katar eingerichtet werden, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ursula Engelen-Kefer am Mittwoch in Berlin. Letztlich solle etwa ein Abbau von Zöllen künftig davon abhängen, ob die Mindeststandards beachtet werden.

Der DGB verlangt, dass alle Länder vier Grundnormen erfüllen müssen. Dazu gehören die Gewerkschaftsfreiheit, der Abbau von Kinderarbeit, die Beseitigung von Zwangsarbeit und der Ausschluss von Diskriminierung in Arbeit und Beruf. Mit diesen Mindestbedingungen solle nicht über Sozialstandards der Wettbewerb ausgeschaltet werden, betonte Engelen-Kefer.