BUND errichtet Klimaschutz-Bauzaun für künftige US-Botschaft

Klimaschutz

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) protestierte am Sonntag gemeinsam mit dem Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche von Berlin und Brandenburg am zukünftigen Grundstück der US-Botschaft gegen die Klimapolitik der USA. Sie errichteten einen Bauzaun mit klimapolitischen Forderungen. Der Bundesgeschäftsführer des BUND, Dr. Gerhard Timm, wies darauf hin, dass die USA mit nur fünf Prozent der Weltbevölkerung ein Viertel aller weltweiten Treibhausgase produzieren. Dennoch verweigere Präsident Bush eine internationale Klimaschutzpolitik. "Die anderen Industriestaaten dürfen sich durch diese Verantwortungslosigkeit nicht davon abbringen lassen, bei den Klimaverhandlungen in Bonn verbindliche Vereinbarungen für den Schutz des globalen Klimas zu treffen", forderte Timm.

Pro Kopf werde in den USA mehr als doppelt so viel CO2 im Jahr produziert wie in Europa und knapp zehn Mal soviel wie in China. Obwohl die USA damit bereits die größten Klimakiller seien, habe es dort allein im letzten Jahr einen erneuten Anstieg bei den Kohlendioxid-Emissionen um knapp drei Prozent gegeben, erläuterte der BUND.

Der Umweltbeauftragte der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg, Reinhard Dalchow, sagte, kein Land der Erde dürfe wissentlich auf Kosten der Anderen die Lebensgrundlagen unseres Planeten beschädigen. "Der Klimawandel wird die ärmsten Länder der Welt am härtesten treffen. Deshalb muss Präsident Bush als Repräsentant des Klima-Einheizers Nummer eins seine Verantwortung wahrnehmen und das Kioto-Protokoll unterzeichnen."