Nach Plutoniumschmuggel kündigt Baden-Württemberg Optimierungsmaßnahmen an

Innere Sicherheit

Nach dem Plutonium-Diebstahl aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe (WAK) will das baden-württembergische Umweltministerium auch in anderen Anlagen die Sicherheitsmaßnahmen verschärfen. Landesumweltminister Ulrich Müller (CDU) kündigte am Dienstag in Stuttgart an, es werde in einzelnen Bereichen bestimmter kerntechnischer Anlagen "Optimierungsmaßnahmen" geben. Damit solle verhindert werden, dass Kriminelle mit guten Anlagenkenntnissen radioaktives Material entwenden könnten. Aus der Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe hatte ein Arbeiter unbemerkt plutoniumhaltiges Material geschmuggelt.

Dem Minister zufolge ergab eine Überprüfung der Sicherheitsvorkehrungen in sämtlichen kerntechnischen Anlangen des Landes jedoch keine "generellen Defizite". Dies gelte sowohl für die Personenkontrolle als auch für den Materialfluss.

Der Rückbau in der seit Jahren stillgelegten Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe soll unterdessen noch für längere Zeit ruhen. Nach Angaben Müllers müssen die Betreiber zunächst eine umfassende Sicherheitsanalyse erstellen und daraus Maßnahmen ergreifen. Sein Ministerium erstelle derzeit einen Fragenkatalog, der als Grundlage dienen soll.