Ärzte wehren sich gegen Bestechungsvorwürfe

Unbestechlich

Die deutsche Ärzteschaft wehrt sich gegen Vorwürfe der Bestechung im Zusammenhang mit der Verschreibung bestimmter Medikamente. Der Vorsitzende des Hartmannbundes, Hans-Jürgen Thomas, wies am Samstag entsprechende Äußerungen des SPD-Gesundheitsexperten Klaus Kirschner als "ehrverletzend" und "ungeheuerlich" zurück.

Kirschner hatte zuvor in der "Bild"-Zeitung erklärt: "Die Unsitte, dass Ärzte von Pharma-Firmen mit Geschenken und teuren Reisen geködert werden, wenn sie bestimmte Medikamente verschreiben, muss beendet werden." Es sei "mehr als verwerflich", wenn sich Ärzte darauf einließen.

Thomas betonte dazu, schwarze Schafe gebe es überall. Er liege aber "seine Hand dafür ins Feuer", dass die Ärzte in Deutschland nach bestem Wissen, Gewissen und ohne jede wirtschaftliche Beeinflussung ihren Patienten die individuell beste Therapie zur Verfügung stellen.