Aids-Ausbreitung in Südafrika "dramatisch"

Entwicklungshilfeministerin Wieczorek-Zeul

Die Ausbreitung der Immunschwächekrankheit Aids in Südafrika nimmt nach Angaben von Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) dramatische Ausmaße an. Um den HIV-Infizierten zu helfen und eine weitere Zunahme der Aids-Fälle zu verhindern, engagiere sich Deutschland bei verschiedenen Projekten in Südafrika, sagte die Ministerin am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Es gehe vor allem darum, öffentliche Aufklärung zu betreiben und den Menschen darzustellen, wie man sich vor HIV schützen kann. Finanzielle Hilfe bekomme unter anderem die Mandela-Foundation. Der frühere südafrikanische Präsident Nelson Mandela vergleiche den Kampf gegen Aids mit dem gegen Apartheid, sagte Wieczorek-Zeul. In beiden Fällen stehe aus Sicht Mandelas der Schutz der Menschen im Vordergrund.

Wieczorek-Zeul verwies auf ein Beratungsprojekt mit Daimler-Chrysler, das Aufklärung und Behandlung von Arbeitnehmern zum Ziel habe. Sie sagte, mittlerweile sei für alle spürbar, dass Aids "nicht nur eine menschliche Katastrophe, sondern auch eine soziale und wirtschaftliche Katastrophe" sei. Deutschland unterstütze auch den globalen UNO-Hilfsfonds zur Aids-Bekämpfung mit 300 Millionen Mark. Die Ministerin sagte, in Südafrika müsse "Entscheidendes mehr getan werden", um die Krankheit in den Griff zu bekommen.