Kleinanleger verloren im Schnitt 11.500 Mark laut Umfrage

Aktienmarkt

Kleinanleger haben in den vergangenen Monaten durchschnittlich 11.500 Mark an den deutschen Aktienmärkten verloren. Dies ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins "Stern". Von den insgesamt 2.786 Befragten gaben 29 Prozent (821) an, Aktien zu besitzen. Dabei besitzen Westdeutsche häufiger Aktien als Ostdeutsche, Männer eher als Frauen, und die mittleren Altersgruppen öfter als die unter 30- und die über 60-Jährigen.

Bei der Umfrage gaben 59 Prozent der Aktienbesitzer an, in den vergangenen Monaten Geld verloren zu haben. Neun Prozent sagten, sie hätten bis zu 1.000 Mark eingebüßt, 33 Prozent erklärten, bis zu 10.000 Mark verloren zu haben. 18 Prozent haben mehr als 10.000 Mark in den Sand gesetzt. Überdurchschnittlich litten dabei offenbar die Beamten.

Trotz der herben Verluste lassen sich 53 Prozent der Befragten nicht entmutigen und wollen ihr Geld auch künftig in Aktien anlegen. 32 Prozent gaben an, in Zukunft andere Anlageformen zu wählen. Und 15 Prozent haben sich noch nicht entschieden, ob sie wieder in Aktien investieren wollen oder lieber die Finger davon lassen. Auf die Frage, ob der Staat die Kleinanleger vor großen Verlusten an der Börse schützen solle, antworteten 48 Prozent mit "ja", ebenso viele sprachen sich dagegen aus.