Greenpeace fordert sofortigen Importstopp für belastete Shrimps

Verbraucherschutz

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert einen sofortigen Importstopp für antibiotikumbelastete Shrimps. Wie ein von Greenpeace in Auftrag gegebenes Gutachten ergab, ist der Verzehr von Shrimps, die das Antibiotikum Chloramphenicol enthalten, für Verbraucher in jedem Fall gefährlich.

Die Nebenwirkungen des Stoffes könnten unabhängig von der Dosierung auftreten und in seltenen Fällen sogar blutkrebsähnliche Symptome hervorrufen, warnte die Umweltorganisation am Donnerstag in Hamburg. Angesichts neuer Funde belasteter Shrimps in Nordrhein-Westfalen fordert Greenpeace daher einen sofortigen Importstopp für Zuchtgarnelen.

Sowohl die Anwendung von Chloramphenicol in der Tierzucht als auch Rückstände in Nahrungsmitteln sind bereits seit 1994 in der Europäischen Union (EU) streng verboten. In Südostasien wird das Antibiotikum den Angaben zufolge in der Garnelenzucht häufig zur Bekämpfung von Krankheiten und als Wachstumsförderer eingesetzt.