Gewerkschaften stellen Bedingungen an neue Regelung zur Zeitarbeit

Billig-Jobs

Die Gewerkschaften wollen den von der Bundesregierung geplanten Ausbau der Zeitarbeit nur unter Vorbehalt akzeptieren. Als Bedingung nennt DGB-Vize Ursula Engelen-Kefer in der "Berliner Zeitung", dass Leiharbeitnehmer in den Einsatzbetrieben nicht dauerhaft schlechter gestellt würden als die Stammbelegschaft. Diese Ansicht vertrat auch IG Metall-Experte Jürgen Ulber.

Nach Ansicht Engelen-Kefers müssen in das Gesetz Regelungen eingebaut werden, die Lohndumping in den Unternehmen verhindern. "Das Entscheidende ist, dass im zweiten Jahr für die Leiharbeiter die Tarifbedingungen oder Löhne der Einsatzbetriebe gelten", sagte sie. Wenn dies erfüllt sei, könnten die Gewerkschaften die Ausdehnung der Zeitarbeit "erdulden".

Engelen-Kefer forderte darüber hinaus eine Klausel, wonach der Entleihbetrieb den Zeitarbeiter nach Ablauf von 24 Monaten in eine Dauerbeschäftigung übernehmen soll.

Die Koalition plant im Rahmen des so genannten Job-Aktiv-Gesetzes unter anderem, bei Langzeitarbeitslosen sowie bei älteren Erwerbslosen die maximal zulässige Verleihdauer auf 24 Monate auszudehnen, um so deren Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu erleichtern.