Mieterbund fordert Engagement für Wohnungsbestände statt für Wohnungsneubau

Wohnungsleerstände

Der Deutsche Mieterbund (DMB) fordert ein stärkeres Engagement für die Wohnungsbestände in Ostdeutschland. "Wir brauchen keine Anreize für den Wohnungsneubau", sagte Verbandspräsidentin Anke Fuchs (SPD) am Freitag in Halle. Angesichts von rund einer Million leer stehender Wohnungen hält sie vielmehr eine Umlenkung der Investitionszulage auf die Modernisierung von Mietwohnungen für richtig. "Es wird Zeit, dass jetzt im Bestand geklotzt wird", sagte sie.

Der Mieterbund sieht in dem von der Bundesregierung bis 2009 verlängerten "Stadtumbauprogramm Ost" eine gute Chance für den Wohnungsmarkt. Zusammen mit den vorgesehenen Beträgen der Länder stünden dann 4,2 Milliarden Mark zur Bekämpfung der Wohnungsleerstandes und zur Wiederbelebung der Innenstädte bereit, sagte Fuchs. Sie warnte jedoch davor, die Mittel der Wohnungswirtschaft und den Mietern bei anderen wohnungspolitischen Förderprogrammen wieder zu streichen.