Verdacht auf Futtermittelverunreinigung in Norddeutschland und NRW

Schweine verweigern Öl im Tierfutter

Ein niederländischer Hersteller hat offenbar mit verunreinigtem Öl vermischtes Tierfutter nach Deutschland geliefert. In verschiedenen Agrarbetrieben hätten Schweine das Futter verweigert, teilte das Bundesverbraucherschutzministerium am Freitag in Berlin mit. Die Herstellerfirma habe das Futtermittel inzwischen zurückgezogen und die zuständigen Behörden unterrichtet. Die Ursachen werden derzeit ermittelt. Das Ministerium habe alle Bundesländer, die EU-Kommission und die anderen Mitgliedsländer über den Fall informiert.

Wie der Sprecher des Potsdamer Agrarministeriums Jens-Uwe Schade ergänzte, ist das Futtermittel nach Nordrhein-Westfalen und den gesamten norddeutschen Raum ausgeliefert worden. In Brandenburg seien 16 Betriebe beliefert worden.

Landwirte in Brandenburg seien am 2. August auf das Problem aufmerksam geworden, als die Tiere die Nahrungsaufnahme verweigerten. Daraufhin hätten die Bauern die Behörden alarmiert. Futterproben würden derzeit von der Tierärztlichen Hochschule in Hannover untersucht. Die brandenburgische Futtermittelbehörde gehe davon aus, dass Auswirkungen auf die Verbraucher nicht zu befürchten seien.