Schutzkonzept für deutsche Soldaten in Mazedonien

Bundeswehr

Die Bundesregierung will den deutschen Soldaten in Mazedonien mit einem Sicherheitskonzept „größtmöglichen Schutz“ zukommen lassen. Das Konzept sieht unter anderem eine spezielle Ausbildung vor, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Detlef Puhl. Außerhalb der Kasernen sollen das Tragen von Splitterschutzwesten und Stahlhelmen Pflicht sein. Die Fahrzeuge der Bundeswehr in Mazedonien sollen nur im Konvoi fahren. Dabei würden „im Wesentlichen“ geschützte Fahrzeuge genutzt. Puhl betonte, alle Beteiligten wüssten, dass der Einsatz in Mazedonien „latent gefährlich“ sei.

Derweil ist die Bundesregierung weiter bemüht, eine breite Mehrheit im Bundestag für die deutsche Beteiligung am Mazedonien-Einsatz der NATO zu sichern. Vize-Regierungssprecherin Charima Reinhardt bestätigte ein Treffen von Unions-Fraktionsvize Volker Rühe und dem früheren CDU-Chef Wolfgang Schäuble mit Kanzlersamtschef Frank-Walter Steinmeier sowie Vertretern von Außenamt und Verteidigungsministerium am Montag.

Ziel sei es, eine „möglichst breite Mehrheit“ im Bundestag zu bekommen, sagte Reinhardt. Daran liege der Bundesregierung „sehr viel“. Wie Reinhardt sagte, habe die Bundesregierung der britischen Regierung zum Tod eines jungen Soldaten in Mazedonien kondoliert. Der außenpolitische Kanzlerberater Michael Steiner habe dazu mit seinem Amtskollegen in London telefoniert.