Städtetag sieht keinen Anlass für Faulenzer-Debatte

Arbeitsmarkt

Nach Auffassung des Deutschen Städtetags gibt es keine massenhafte „Faulenzermentalität“ in der Sozialhilfe. Die Beschäftigung von Sozialhilfeempfängern sei allein von 1998 bis 2000 um 34 Prozent gestiegen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Stephan Articus. Die Sozialhilfe sei der „falsche Ort“, um nach Auswegen aus der Beschäftigungskrise zu suchen.

Stattdessen sollten Bundesregierung und Tarifpartner prüfen, ob ein Teil der 50 bis 70 Milliarden Mark, die Bund, Länder und Kommunen für „künstliche Beschäftigung“ wie Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aufwendeten, nicht sinnvoller eingesetzt werden könnten. So könnten über den so genannten Kombilohn staatliche Hilfeleistung mit Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt verknüpft werden.

Künftig sollten vor allem die Empfänger von Arbeitslosenhilfe stärker in Arbeit vermittelt werden, sagte Articus. Dazu gehöre eine Überprüfung der Sanktionen bei Arbeitsverweigerung.