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Hundt fordert Verbesserungen bei Berufsschulausbildung

Ausbildung

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat Verbesserungen bei der Berufsschulausbildung gefordert. Um deren Leistungsfähigkeit personell und finanziell zu sichern, müssten die Bundesländer „endlich nachhaltige Maßnahmen“ ergreifen, sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände am Donnerstag in Berlin. Die Berufsschule dürfe nicht länger Stiefkind der Bildungspolitik bleiben. Zum 1. September startet für über 600.000 junge Menschen die Ausbildung in den Betrieben.

Hundt nannte die Situation in den Berufsschulen erschreckend. Lehrermangel sowie gravierende Ausstattungsmängel beeinträchtigten die Qualität des Unterrichts. Bis zum Jahr 2010 gehe zusätzlich jeder dritte der heute aktiven Gewerbe- und Handelsschullehrer in den Ruhestand. Die berufliche Bildung sei aber ein wichtiger Standortfaktor in Deutschland. „Die Ausbildungsbetriebe bauen auf einen funktionierenden und leistungsfähigen Partner in der dualen Ausbildung“, sagte Hundt.

Die aktuellen Überlegungen, die Berufsschulen künftig auch mit Angeboten auf dem freien Weiterbildungsmarkt zu positionieren, lehnte Hundt ab. Solange die Hausaufgaben im Bereich der dualen Ausbildung von den Berufsschulen nicht erledigt würden, mache ein Engagement in anderen Bildungsbereichen keinen Sinn.