Deutsche Bauteile für indische Atomraketen?

Staatsanwaltschaft ermittelt

Die Staatsanwaltschaft Dortmund ermittelt gegen die Montanhydraulik GmbH aus Holzwickede (Kreis Unna) wegen des Verdachts illegaler Lieferungen für das indische Atomraketenprogramm. Wie ein Behördensprecher am Montag mitteilte, stehen drei Mitarbeiter des Unternehmens im Verdacht, 1997 Hydraulikzylinder für den Bau von Raketenabschussrampen nach Indien geliefert und damit gegen das Außenwirtschaftsgesetz verstoßen zu haben.

Seit Anfang des Jahres werde gegen die Firma ermittelt, hieß es. Ermittler durchsuchten am 17. Juli die Geschäftsräume des Unternehmens. Die Behörden waren durch einen anonymen Hinweis in der Deutschen Botschaft in Neu Delhi informiert worden.

Das Unternehmen wies die Vorwürfe am Montag zurück und erklärte, es habe laut Exportlizenz lediglich Hydraulikzylinder für Brückenlegefahrzeugpanzer exportiert. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft weiter sagte, sei noch nicht abzusehen, bis wann ein Ermittlungsergebnis vorliegt.