Regenwald durch Ölpipeline gefährdet

Ecuador

Die Westdeutsche Landesbank steht an der Spitze eines Bankenkonsortiums, das mit einem 900 Millionen US-Dollar-Kredit den Bau einer neuen Öl-Pipeline durch Ecuador finanzieren will. Die Trasse soll durch elf Naturschutzgebiete führen, darunter das einzigartige und international anerkannte "Mindo-Nambillo"-Reservat. Das Projekt würde Zehntausende Menschen entlang der geplanten Pipeline schädigen, die ihren Lebensunterhalt mit einem aufkommenden Naturtourismus verdienen und dafür intakte Wälder benötigen, teilt das Aktionsbündnis Regenwald mit.

Das Öl wird überwiegend aus der Amazonasregion des Landes geholt. Würde das Projekt realisiert, so Reinhard Behrend, Pressesprecher von "Rettet den Regenwald", würden dort die Lebensräume vieler indigener Stämme zerstört und die letzten Amazonaswälder von Ecuador vernichtet werden. Die ecuadorianische Umweltgruppe "Accion Ecologica" bittet um internationale Unterstützung, um das Projekt zu verhindern.