Absage für Atomtransport gefordert

Atomenergie

Die Polizeigewerkschaften fordern angesichts der weltweiten Spannungslage nach den Anschlägen in den USA die Absage des für Herbst geplanten Atomtransports ins niedersächsische Gorleben. Auch der niedersächsische Innenminister Heiner Bartling sieht Probleme bei der Sicherung, falls es zu einem militärischen Gegenschlag der USA kommen sollte. Die Vorbereitungen liefen aber planmäßig weiter, sagte der Minister. Er räumte aber Schwierigkeiten ein, im Falle einer verschärften Sicherheitssituation Bereitschaftspolizisten für den Schutz des Castor-Zuges aus anderen Bundesländern anzufordern.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, begründete seine Bitte für eine Absage des Transportes in den "Stuttgarter Nachrichten" auch mit der bevorstehenden Euro-Einführung. Diese binde die Kräfte der Polizei. Die Beamten müssten sich auf die zwingenden Aufgaben konzentrieren und könnten nicht auch noch Castor-Transporte begleiten. Auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft im Beamtenbund, Gerhard Vogler, verlangte eine Aussetzung der Transporte.