Friedensbewegung bereitet Protestwelle vor

Protest

Der von den USA erwartete Militärschlag als Reaktion auf die Terroranschläge ruft in Deutschland die Friedensbewegung auf den Plan. In einer im Internet veröffentlichten Erklärung mit dem Titel "Brücken bauen, Gewalteskalation verhindern!" fordern verschiedene Friedensorganisationen die USA und ihre Verbündeten auf, "besonnen und nicht mit militärischer Gegengewalt zu reagieren". Zu den Initiatoren gehören unter anderem die Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt, die Kampagne gegen Wehrpflicht, Pax-Christi-Gruppen und Attac Deutschland. Nach Angaben der Initiatoren auf ihrer Internetseite haben bislang 1.400 Organisationen und Einzelpersonen die Erklärung unterzeichnet.

In dem Papier heißt es: "Wir sind mit den Menschen in den USA in ihrem Schock und Leiden uneingeschränkt solidarisch." Dies könne jedoch nicht heißen, mit allen Entscheidungen der US-Regierung einverstanden zu sein "und sich per NATO-Bündnisfall vielleicht an militärischen Racheaktionen zu beteiligen oder sie zu unterstützen". Militärschläge nutzten "weder den Opfern des Terrors" noch seien sie "ein geeignetes Mittel zur Verhinderung oder Eindämmung des Terrorismus".

In Berlin, Hamburg, Darmstadt, Bonn und Leipzig planen Friedensgruppen laut dem unabhängigen Medienzentrum "Indymedia" Protestkundgebungen und Demonstrationen gegen einen möglichen Krieg.