Senkt das "Anti-Terror-Programm" den Zigarettenkonsum?

Steuereffekte

Die zur Finanzierung des Anti-Terror-Programms der Bundesregierung steigenden Tabaksteuern könnten zugleich den Zigarettenkonsum senken. Der Vizegeschäftsführer der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren (DHS), Raphael Gaßmann, sagte im westfälischen Hamm, höhere Steuern führten in der Regel zu einem geringeren Tabakwarenverbrauch. Gaßmann nannte als Beispiel Großbritannien, wo nach einer massiven Erhöhung der Zigarettenpreise deutlich weniger geraucht werde.

Die Datenlage sei allerdings nicht eindeutig, schränkte Gaßmann ein. In Deutschland sei dieser Effekt in den 90er Jahren trotz Steuererhöhungen nicht zu beobachten gewesen. Ursache dafür sei möglicherweise, dass die Zigarettenindustrie im gleichen Zeitraum ihren Werbeaufwand gesteigert habe.