NATO-Kandidaten wollen sich an Weltallianz gegen Terror beteiligen

NATO

Nach den Anschlägen in den USA wollen sich auch die zehn NATO-Aufnahmekandidaten an einer weltweiten Allianz gegen den Terror beteiligen. Bulgariens Botschafter Nikolai Apostoloff sagte am Donnerstag nach einem Treffen mit seinen neun Amtskollegen in Berlin, eine solche Anti-Terror-Koalition sei heute eine Überlebensaufgabe der Menschen. Die Kandidatenländer könnten ihren Beitrag zu einer größeren Sicherheit in der Welt leisten. Sloweniens Botschafter Alfonz Naberznik schätzte die Chancen für eine NATO-Erweiterung in der jetzigen Situation noch höher ein als zuvor. Dies ändere jedoch nichts an den Kriterien, die jeder Aufnahmekandidat erfüllen müsse.

Auch der slowakische Botschafter Jan Foltin sieht in der Frage der NATO-Erweiterung keinen Grund zum Pessimismus. Die Aufnahmekandidaten wollten ihre Solidarität mit den USA bekunden. Die Slowakei habe beispielsweise ihren Luftraum für Überflüge von NATO-Flugzeugen zur Verfügung gestellt. Litauens Botschafter Vaidievutis Geralavicius sagte, die zivilisierte Welt müsse sich nach den Anschlägen konsolidieren. Dazu könnten die Beitrittskandidaten beitragen. Er begrüßte zudem die Unterstützung Russlands für die NATO. Dies sei besonders für die NATO-Ambitionen der baltischen Staaten ein gutes Zeichen.

Die NATO-Beitrittskandidaten wollen am 5. Oktober zu einem Gipfeltreffen in Sofia zusammenkommen, an dem unter anderem auch NATO-Generalsekretär George Robertson teilnehmen wird. Welche Länder tatsächlich in die Nordatlantische Allianz aufgenommen werden, soll im nächsten Jahr in Prag beschlossen werden.