1.000 Menschen demonstrierten für Frieden und gegen Blankoscheck für die USA

Armut, Ungerechtigkeit, Umweltzerstörung

Rund 1.000 Menschen haben sich am Samstag in Frankfurt am Main an einer Friedensdemonstration beteiligt. Die durch die Terroranschläge in den USA entstandene Krise müsse ohne Kriegseinsatz gemeistert werden, forderten mehrere Redner auf einer Kundgebung vor der Alten Oper. Zu der Protestaktion aufgerufen hatten unter anderen Gewerkschaften, die katholische Friedensbewegung "Pax christi" und die Ausländervertretung der Mainmetropole.

In das "Kriegsgeschrei der Falken" einzustimmen hieße, die Freundschaft zu den USA falsch zu verstehen, sagte Harald Fiedler vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Freundschaft bedeute auch, jemanden von törichten Handlungen abzuhalten. Der Kampf gegen Armut, soziale Ungerechtigkeit und ökologische Zerstörung sei mühsam, aber der einzig Erfolg versprechende Weg aus der Krise. Sicherheit sei nur über militärische Abrüstung zu erreichen.

Auf Spruchbändern forderten Demonstranten, die Verantwortlichen für die Anschläge vom 11. September "aufzuspüren" und vor Gericht zu stellen, ohne mit einem Krieg neues Leid zu verursachen. Sprecher verschiedener Organisationen kritisierten die Zusage der Bundesregierung, den USA "uneingeschränkte Unterstützung" zu gewähren, und bezeichneten das Versprechen als einen "Blankoscheck". In Afghanistan seien Millionen Menschen auf der Flucht.