Eine Million leere Wohnungen in Ostdeutschland

Wohnungsbau

Nach Angaben des Deutschen Mieterbundes (DMB) stehen in den neuen Bundesländern rund eine Million Wohnungen leer. Der Bundesverband deutscher Wohnungsunternehmen (GdW) zählte zum Jahresbeginn bei seinen Mitgliedsunternehmen in den neuen Bundesländern 380.000 leer stehende Wohnungen. Die Leerstandsquote betrug damit mehr als 14 Prozent, nach 13 Prozent ein Jahr zuvor.

Ursache für den hohen Leerstand sind in erster Linie die hohe Arbeitslosigkeit und der Wegzug aus den einstigen Industrieregionen der DDR. Besonders betroffen sind unter anderen die brandenburgischen Städte Schwedt und Eisenhüttenstadt, Stendal und Wolfen in Sachsen -Anhalt sowie die thüringische Stadt Leinefelde. Unter den neuen Bundesländern verze Sachsen die wohnungswirtschaftlichen Verbände Sachsen-Anhalts mit 18 Prozent die höchste Leerstandsquote.

Den im GdW zusammengeschlossenen Firmen entstehen durch den Leerstand nach eigenen Angaben Kosten in Milliardenhöhe. Den Mietausfall bezifferte der Verband auf 1,6 Milliarden Mark jährlich. Zugleich entstehen laufende Kosten für die Instandhaltung und Bewirtschaftung der leer stehenden Wohnungen. Um wirtschaftlich arbeiten zu können, müssen demnach auf eine leere Wohnung etwa vier vermietete Einheiten kommen.