Greenpeace legt Studie zur Gentechnologie vor

Gen-Technik

Demnach werde Gentechnologie könne nicht wesentlich zur Verbesserung der Welternährungssituation beitragen, so die Universität Essex. Greenpaece legte diese Studie zum morgigen Welternährungstag vor. Der Schlachtruf der Gentech-Industrie "Die Gentechnik werde die Welt ernähren" sei lediglich ein Vorwand der Saatgut- und Lebensmittelkonzerne, heisst es in der Aussendung.

Als Beispiel wird in der Studie gezeigt, dass naturnahe Landwirtschaft den Hunger besser und effektiver besiegen kann als industrieller Landbau, der zusätzlich noch eine Bedrohung der Artenvielfalt darstellt. So gelang es Bauern im Hochland von Bolivien mit Hilfe der bisher ungenutzten Lupinienart Tarwi den Ertrag bei der Kartoffelernte zu steigern. Wenn Tarwi als Düngepflanze eingesetzt wird, kann der ertrag auf das Doppelte, zum Teil sogar dreifache ansteigen, so der Forschungsbericht.

Auch in Äthopien, einem Land, das von Hungerkatastrophen besonders arg betroffen ist, lagern im Institut für die Erforschung und Bewahrung der Artenvielfalt, Samenkörner ehemaliger regionaler Nutzpflanzen. "Äthiopien war die Wiege vieler Getreidesorten", so ein Experte. Dieser Genschatz kann aber nicht nur als Saatgut archiviert werden. Auch das Wissen der Bauern über ihre lokalen Sorten gilt es zu konservieren." Artenvielfalts-Forscher haben festgestellt, dass diese Sorten zum Teil besser für die schwierigen Anbaubedingungen geeignet sind, als neueste Hybrid-Hochleistungssaatgüter.