Grüne sorgen sich um Sicherheit der Atommeiler

Atomkraft

Angesichts möglicher Terror-Anschläge in Deutschland sorgen sich die Grünen um die Sicherheit der Atommeiler. Nach den Attentaten auf New York und Washington müsse geprüft werden, ob eine Beschleunigung des Atomausstiegs aus sicherheitspolitischen Gründen Sinn mache, sagte Grünen-Fraktionschef Rezzo Schlauch. Ein Sprecher des Umweltministeriums stellte aber klar, dass es keine Änderung am Atomkonsens geben werde. Vielmehr müsse angesichts der schrecklichen Ereignisse das Gesetzgebungsverfahren so schnell wie möglich umgesetzt und der Atomausstieg damit festgeschrieben werden.

Nach Angaben der energiepolitischen Sprecherin der Grünen-Fraktion, Michaele Hustedt, können einzelne Reaktoren zur akuten Gefahrenabwehr auch zeitweise vom Netz genommen werden. Ein sofortiges Abschalten aller Atomkraftwerke komme aufgrund der aktuellen sicherheitspolitischen Einschätzung jedoch nicht in Frage. Eine solche Generalmaßnahme hatten Umweltschützer unter dem Eindruck der Attentate in den USA gefordert.

Unterdessen gab Trittin bekannt, dass es von April bis Juni in deutschen Atomanlagen insgesamt 31 meldepflichtige Störfälle gab. Demnach traten 25 Ereignisse in Atomkraftwerken und 6 in Forschungsreaktoren auf. Dem Quartalsbericht zufolge, den Trittin in Berlin vorlegte, bestand in keinem Fall die Gefahr einer Verstrahlung von Mitarbeitern oder der Umgebung.