Landauer Plutonium-Wohnung wird aufgeräumt

Atommüll

In der Landauer Plutonium-Wohnung hat die Entsorgung des verseuchten Inventars begonnen. Wie ein Behördensprecher auf mitteilte, begann die Dekontaminationsfirma mit dem Ausräumen der Kellerräume. Im Laufe der nächsten zwei Wochen würden auch alle Möbel aus der Wohnung geräumt. Sogar Tapeten und nicht fugenfrei verlegte Fußbodenbeläge müssten entsorgt werden.

Das dekontaminierte Material werde über einen luftdicht an die Wohnung angeschlossenen Container entsorgt. Die Mitarbeiter der Dekontaminationsfirma seien mit Vollschutzanzügen gegen radioaktive Strahlung geschützt. Bis jetzt wurden den Angaben zufolge bereits 72 Schutzanzüge, 42 Masken, 103 Partikelfilter und 156 Paar Überschuhe für die Untersuchung der Wohnung verbraucht.

Im Juli hatte ein Arbeiter der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe radioaktive Stoffe entwendet. Sowohl in der Wohnung des Täters in Eschbach als auch in der Wohnung seiner Lebensgefährtin in Landau wurde eine erhebliche Strahlenbelastung festgestellt.