Keine Beweise gegen Bin Laden vorgelegt

Bundesanwaltschaft

BundesanwaltschaftDie Bundesanwaltschaft lehnt jede Stellungnahme zu der Frage ab, ob sie Beweise für eine Urheberschaft des Top-Terroristen Osama Bin Laden und seiner Organisation Al Qaida für die Anschläge vom 11. September hat. "Wir sagen dazu gar nichts", betonte ein Sprecher der Karlsruher Strafverfolgungsbehörde am Donnerstag. "Wir äußern uns nicht zu Ermittlungsschritten oder -handlungen, sondern nur noch zu Ermittlungsergebnissen", fügte er hinzu.

Der britische Premier Tony Blair hatte von "zwingenden Beweisen" dafür gesprochen, dass Bin Laden und seine Organisation Al Qaida in die Terroranschläge in den USA verwickelt seien. Blair sagte in einer Sondersitzung des britischen Parlaments, mindestens drei der mutmaßlichen 19 Flugzeugentführer seien als "bekannte Verbündete" Bin Ladens identifiziert worden.

Generalbundesanwalt Kay Nehm hatte nach Übernahme der Ermittlungen am 13. September mehrfach erklärt, er habe "keine Beweise" für eine Verbindung der Hamburger Terrorgruppe zu Bin Laden. Am Mittwoch hatte Nehm Meldungen als falsch bezeichnet, die "auf einen Dissens" seinerseits mit der Erklärung von NATO-Generalsekretär George Robertson zur Urheberschaft der Anschläge hindeuten könnten. Robertson hatte von Belegen dafür gesprochen, dass die Terrorattacken von Al Qaida geführt wurden.