Mehrheit der Deutschen zur Terrorbekämpfung bereit

Umfrage

Die Deutschen sind bei der Terrorismusbekämpfung nach einer Emnid-Umfrage mehrheitlich auch zu finanziellen Einschnitten und rechtlichen Beschränkungen bereit. So sprechen sich 66 Prozent der Befragten für eine Einbeziehung der Bundeswehr in die Terrorbekämpfung aus, auch wenn dafür das Grundgesetz geändert werden müsste. Nur ein knappes Drittel ist dagegen, heißt es in einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstitutes Emnid.

Zu Einschnitten beim Datenschutz sind die Deutschen bei den künftigen Möglichkeiten zur Ermittlung und Enttarnung potenzieller Terroristen bereit. 75 Prozent sind dafür. Nur jeder Fünfte lehnt eine Einschränkung des Datenschutzes ab, um die Terrorbekämpfung zu erleichtern. Für eine Ausweitung der Befugnisse verdeckter Ermittler sind gar 84 Prozent der Befragten. Nur elf Prozent lehnen dies ab.

Zwei Drittel vertrauen beim Kampf gegen den Terrorismus der Arbeit von Bundesinnenminister Otto Schily. Mit 52 Prozent hat auch eine Mehrheit in der Bevölkerung Verständnis dafür, dass für die Finanzierung von Anti-Terror-Maßnahmen die Tabak- und die Versicherungssteuer angehoben werden sollen. Allerdings sind auch 45 Prozent der Befragten dagegen.