Bundesgrenzschutz behinderte unabhängige Strahlenmessung

Castortransport

Die Strahlenbelastung durch den Atommüllzug mit sechs CASTOR-Behältern, der heute im Zwischenlager Gorleben eingetroffen ist, liegt unterhalb des offiziellen Grenzwertes. Das ergaben unabhängige Messungen der Umweltorganisation ROBIN WOOD. Die Strahlenmessungen konnten jedoch nicht in dem geplanten Umfang stattfinden, weil der Bundesgrenzschutz gegen das zweiköpfige Messteam von ROBIN WOOD einen Platzverweis aussprach.

Der so genannte Platzverweis, den der Bundesgrenzschutz gegenüber dem ROBIN WOOD-Messteam aussprach, galt für die Umladestation in Dannenberg sowie einen Umkreis von 200 Metern.

Vor dem Einschreiten des Bundesgrenzschutzes hatte das Team aber bereits an der Schienenstrecke unmittelbar vor der Verladestation gemessen. In 19 Metern Abstand vom CASTOR-Zug lag die mittlere Dosisleistung bei rund 4 Mikrosievert pro Stunde. Dieser Wert bestätigt die Ergebnisse des Bundesumweltministeriums.