EnBW beruft nach AKW-Pannen mehrere Gutachter

Atomkraft

Der Stromkonzern Energie Baden-Württemberg AG bildet für die Überprüfung der Sicherheit der baden-württembergischen Atomkraftwerke eine international besetzte Gutachtergruppe. Wie der Konzern mitteilte, wurden die Schweizer Atomexperten Hans Wilhelm und Wolfgang Jeschki sowie der schwedische Nuklear-Fachmann Jan Nistad als Sachverständige berufen. Sie sollen alle sicherheitsrelevanten Vorgänge in den Atomanlagen der EnBW untersuchen und Konsequenzen vorschlagen.

In den von der EnBW betriebenen Atomkraftwerken Philippsburg, Neckarwestheim und Obrigheim hatte es Regelabweichungen im Bereich des Notkühlsystems gegeben. In Block II von Philippsburg sollen die Vorschriften zur Kühlflüssigkeitsmenge fast 17 Jahre lang missachtet worden sein.

Die Untersuchung sollen bereits in den nächsten Tagen beginnen. Wilhelm ist Mitglied der Eidgenössischen Kommission für die Sicherheit von Atomanlagen. Jeschki arbeitet derzeit als Direktor bei der staatlichen Atomaufsicht der Schweiz. Nistad war früher in führender Stellung bei der schwedischen Atomaufsicht beschäftigt und ist heute für die EU tätig.