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Für 3,3 Millionen Muslime in Deutschland beginnt heute der Ramadan

Differenziertes Gedenken

Für die rund 3,3 Millionen Muslime in Deutschland beginnt heute der islamische Fastenmonat Ramadan. Er erinnert nach dem Glauben der Muslime an den Monat, in dem Gott durch den Propheten Mohammed erstmals den Koran als Richtschnur für den Menschen herab gesandt hat. Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang sollen die erwachsenen Gläubigen bis zum 15. Dezember auf jeglichen Trank, Speise, Genussmittel wie Rauchen und Geschlechtsverkehr verzichten. Das Fasten wird als Gebot verstanden, das für Männer wie auch Frauen gilt. Ausgenommen davon sind jedoch Reisende, Schwangere, Menstruierende, Kinder, Kranke und Alte. Auch bestimmte Berufsgruppen, etwa Piloten und Schwerarbeiter sind aufgrund besonderer Rechtsgutachten vom Fasten befreit.

Nach Schätzungen des Direktors des Zentralinstituts Islam-Archiv-Deutschland, Mohammed Salim Abdullah, in Soest halten sich mehr als 60 Prozent der 3,27 Millionen Muslime in Deutschland an die Regeln des Ramadan. Obwohl ein Teil der Muslime sonst mit ihrer Religion nichts am Hut habe, würden sich viele zu Ramadan wieder auf das Beten und die Gemeinschaft besinnen, sagte Abdullah.

Der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland in Bonn teilte mit, dass das Gedenken der deutschen Muslime während des Ramadan in diesem Jahr besonders den Opfern von Terror, Gewalt, Hass und Fanatismus gelte. "Wir fühlen in diesem Monat der geistig-religiösen Einkehr zutiefst den Schmerz der Hinterbliebenen der Anschläge, den Schmerz der Mütter und Väter, die ihre Söhne im Krieg verloren haben, den Schmerz der elternlosen, verwaisten Kinder", hieß es in einer Erklärung.

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