Gütesiegel für ökologische Lebensmittel bekannter machen

Bio-Siegel

Die Verbraucher Initiative wirbt für Lebensmittel aus ökologischem Anbau. In Deutschland sind die meisten der über 8.000 ökologischen Landbaubetriebe in einem der neun Anbauverbände organisiert. Dazu gehören beispielsweise die bekannten Verbände wie Bioland, Naturland und Demeter. Diese Verbände bewerten die Arbeit ihrer Mitglieder, die nach strengen Richtlinien wirtschaften. "Die artgerechte Tierhaltung ist für den Öko-Landbau verpflichtend. Der Einsatz künstlicher Düngemittel, Bestrahlung und die Verwendung genetisch veränderter Organismen sind hier verboten", erläutert Georg Abel, Bundesgeschäftsführer der Verbraucher Initiative.

Die Einhaltung dieser Standards wird von den Verbänden regelmäßig kontrolliert. Sie vergeben darüber hinaus die charakteristischen Verbandszeichen, die in Deutschland schon lange bekannt sind.

Bio-Produkte gewinnen auch im Supermarkt an Bedeutung. Seit einigen Jahren werden dort neben Fachmarken wie HiPP oder Schneekoppe auch Öko-Eigenmarken wie Füllhorn, Naturkind oder Grünes Land angeboten. "Durch diese Eigenmarken trägt der Handel dazu bei, dass Bio-Produkte ihren Weg aus der Nische finden", so Abel. "Durch den Kauf von Öko-Produkten können Verbraucherinnen und Verbraucher direkt zur Agrarwende beitragen", ist die Botschaft der Verbraucher Initiative an die Bevölkerung.

Eine Hilfestellung für Verbraucherinnen und Verbraucher bietet nach Auffassung der Verbraucher Initiative auch das neu eingeführte Bio-Siegel. Bundesverbraucherministerin Künast hat mit dem diesen September vorgestellten Bio-Siegel ein einheitliches ökologisches Gütezeichen geschaffen. Es kennzeichnet in Zukunft ökologisch hergestellte Erzeugnisse, die zumindest den Richtlinien der EG-Öko-Verordnung entsprechen. Die Verbandszeichen der Anbauverbände, die in ihren Anforderungen meist deutlich weiter gehen, und die Eigenmarken des Handels werden durch das einheitliche Bio-Siegel ergänzt.