Bundeswehr startet mit Hilfsflügen in Anti-Terror-Einsatz

Kriegseinsatz

Der Bundeswehreinsatz im Rahmen des internationalen Anti-Terror-Kampfes ist angelaufen. Am Montagmittag startete die erste Transall-Maschine mit Hilfsgütern von der pfälzischen US-Luftwaffenbasis Ramstein zum türkischen NATO-Stützpunkt Incirlik. Von dort aus übernehmen US-Streitkräfte den Weitertransport des Materials. Der Shuttle-Verkehr zwischen Deutschland und der Türkei wird mit insgesamt drei Transall-Maschinen geflogen und ist zunächst auf zwei Monate befristet.

Grundlage des Einsatzes ist der Bundestagsbeschluss vom 16. November, wonach Deutschland bis zu 3.900 Soldaten für internationale Anti-Terror-Aktionen bereitstellt, darunter 500 Soldaten für Lufttransporte mit entsprechendem Material. Mit dem Start der Luftbrücke zehn Tage nach dem Bundestagbeschluss sind zunächst keine direkten Einsätze deutscher Soldaten in Krisengebieten verbunden. Die erste Transall wurde nach Angaben der Luftwaffe mit 8,8 Tonnen Decken beladen, die in der Türkei umgeschlagen werden. Am Mittag folgten zwei weitere Transportmaschinen.

Bereits seit Anfang Oktober leistet die Bundeswehr indirekte Hilfe mit zwei Schiffen und mit Personal an Bord von AWACS-Aufklärungsmaschinen, die abgezogene amerikanische Einheiten ersetzen.