Umweltminister wollen Maximum an Sicherheit für Atomanlagen

Atomgefahr

Die Umweltminister von Bund und Ländern wollen den Schutz der Atomkraftwerke vor möglichen Terroranschlägen verbessern. Dabei werden auch vorzeitige Stillegungen nicht ausgeschlossen. Bundesumweltminister Jürgen Trittin machte dies nach einer Konferenz der Ressortchefs in Bremen von dem Ergebnis der Überprüfung der Anlagen abhängig. Es könne auch Nachrüstungen geben, wenn sich herausstellen sollte, dass Atomkraftwerke etwa einem Kerosinbrand nicht standhalten.

Trittin betonte, in die Sicherheitsüberprüfungen würden auch mögliche Überflugverbote einbezogen. Der Grünen-Politiker fügte hinzu, keine Anlage könne mit letzter Sicherheit gegen einen Terroranschlag wie den vom 11. September geschützt werden.

Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf forderte die Bundesregierung und das Luftfahrtbundesamt auf, über allen Atomkraftwerken ein Flugverbot auszusprechen. Der Flugzeugabsturz in Queens zeige, dass nicht nur eine Gefahr durch Anschläge, sondern auch durch Unfälle bestehe. Schnappauf betonte, er halte es für falsch, die Sicherheitsprüfungen nicht von vornherein mit dem Ziel eines Überflugverbotes zu starten.