US-Forscher finden Genveränderungen in mexikanischen Mais

Gen-Technik

Amerikanische Forscher haben in Mexiko veränderte Gene in Maissorten entdeckt. Und das obwohl in dem mittelamerikanischen Land nach einem Moratorium von 1998 der Anbau genetisch veränderter Sorten verboten ist. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature in seiner jüngsten Ausgabe. In fünf von sieben mexikanischen Maissorten wurden Veränderungen nachgewiesen.

Bis zu zehn Prozent der Maiskörner waren gentechnisch verändert. Dabei handelt es sich um bestimmte transgene DNA-Abschnitte wie sie in den veränderten Sorten Bt- und Roundup-Ready-Mais zu finden sind. Vermutlich gelangten die veränderten Sorten durch Pollenflug auf die mexikanischen Felder. Normalerweise können die schweren Pollen aber nicht mehr als 100 bis 200 Meter weit fliegen.

Greenpeace übt nach der Veröffentlichung der Nature-Meldung heftige Kritik an der Legalisierung von Gen-Verunreinigungen. Es müsse ein Reinheitsgebot bestehen bleiben, so Thomas Fertl, Gen-Experte von Greenpeace. Die neue Studie belege, dass sich Eigenschaften von genmanipulierten Pflanzen weit massiver in der Umwelt verbreiten, als bisher angenommen, so Fretl.