Greenpeace behinderte Frachter mit Urwaldhölzern am Anlegen

Umweltschutz

Rund 40 Greenpeace-Aktivisten haben einen Frachter mit Urwaldhölzern beim Anlegen im niedersächsischen Nordenham behindert. Sie kesselten das Schiff, das aus dem afrikanischen Kongobecken kam, im Midgardhafen mit vier Schlauchbooten ein. An den Rumpf des Frachters schrieben die Umweltschützer von ihren Booten aus mit weißer Farbe "African Crime".

Der Frachter konnte nach der rund viertelstündigen Blockade in dem Hafen festmachen. Die Polizei nahm 19 Greenpeace-Mitarbeiter in Gewahrsam.

Greenpeace-Sprecherin Carmen Ulmen sagte, das Holz des Frachters stamme aus einem der letzten Urwaldgebiete der Welt. Man wolle mit der Aktion in dem Hafen auf die großen Urwaldregionen aufmerksam machen, die von der Abholzung bedroht seien. Greenpeace forderte die Bundesregierung auf, sich weltweit für einen Abholzungsstopp und für Schutzzonen in Urwäldern einzusetzen.