Welthungerhilfe beklagt zunehmende Versorgungsprobleme in Afghanistan

Armut

Die Versorgung der afghanischen Zivilbevölkerung ist nach Angaben der Welthungerhilfe durch die US-Luftangriffe erheblich erschwert. Die Strukturen für die Lebensmitteltransporte würden durch den Krieg zerstört, berichteten Mitarbeiter der Deutschen Welthungerhilfe nach ihrer Rückkehr aus dem Krisengebiet.

Ausländische Helfer könnten derzeit in Afghanistan gar nicht mehr arbeiten, sagte der für Afghanistan zuständige Gebietsleiter Erhard Bauer. Die afghanischen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen seien starken Behinderungen und psychologischem Druck von Seiten der Taliban ausgesetzt. Das Büro der Deutschen Welthungerhilfe in Herat sei bereits versiegelt, das in Mazar-i-Sharif geplündert worden.

Der Generalsekretär der Deutschen Welthungerhilfe, Volker Hausmann, warnte, bei einer Ausweitung der Kampfhandlungen und einem Großeinsatz von Bodentruppen werde die Hilfsarbeit ganz zum Erliegen kommen. Wegen der seit drei Jahren anhaltenden Dürre seien schätzungsweise 5 der 15 Millionen Afghanen von Hunger bedroht.