Niedersachsen lehnt Antrag auf Stilllegung Gorlebens ab

Atombehörde

Das niedersächsische Umweltministerium hat einen Greenpeace-Antrag auf Stilllegung des Zwischenlagers Gorleben abgelehnt. Derzeit lägen keine konkreten Gefährdungstatbestände für kerntechnische Einrichtungen vor, behauptete das Ministerium am Freitag in Hannover. Damit schloss es sich der vom Bundesamt für Strahlenschutz (BFS) vertretenen Auffassung an.

Greenpeace und ein Elbefischer hatten ihren Antrag damit begründet, dass mögliche Flugzeugabstürze bei der Genehmigung des Zwischenlagers vor über 15 Jahren lediglich als Restrisiko behandelt wurden. Die Atomgegner forderten deshalb eine einstweilige Stilllegung von Gorleben. Zugleich beantragten sie beim BFS den Widerruf der Betreibergenehmigung.

Das Umweltministerium begründete seine Entscheidung mit ausreichender Sicherheit der verwendeten Transport- und Lagerbehälter vom Typ Castor. Nach Angaben des Ministeriums gehen weder zwischenzeitlich eingeschaltete Sachverständige noch die zuständigen Bundesbehörden von einer Änderung der Sicherheitslage aus.