Attac startet Kampagne gegen Gesundheitsreform

Protest

Die deutsche Sektion des globalisierungskritischen Bewegung Attac will ihre Protestaktionen verstärkt auf nationale Politikfelder ausweiten. Die Organisation wolle sich im nächsten Jahr verstärkt der Sozialpolitik zuwenden, sagte der Sprecher von Attac, Felix Kolb.

Kolb unterstrich, die deutsche Attac-Gruppe beschäftige sich schon lange mit den Folgen der Privatisierung im Sozialwesen. So habe die Organisation bereits im vergangenen Jahr gegen die Riester-Rente protestiert. Für das Frühjahr 2002 ist eine Kampagne gegen eine weitere "Privatisierung im Gesundheitswesen" geplant, wie Kolb ankündigte.

Attac befürchtet eine Aufsplittung in Grund- und Wahlleistungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung und somit eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Attac fordert ferner, dass auch Selbstständige und Beamte verpflichtet werden, in das Solidarsystem GKV einzuzahlen. Mit Gewerkschaften und Wohlfahrtsverbänden spricht Attac zurzeit über eine mögliche Zusammenarbeit bei ihrer Kampagne.